Europäische Aktienmärkte geben nach, Golfbörsen bleiben nach Iran-Angriffen geschlossen

Öl- und Goldpreise steigen, während US-Futures inmitten eskalierender Spannungen im Nahen Osten fallen

Die europäischen Märkte eröffneten am Montag deutlich schwächer, da Anleger auf den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran reagierten.

Der Euro Stoxx 50 fiel zur Eröffnungsglocke um 2 %, während der breitere STOXX Europe 600 um 1,8 % nachgab. Der Verkaufsdruck breitete sich auf dem gesamten Kontinent aus, da die Sorge vor Störungen der Energieversorgung und der Schifffahrtsrouten zunahm.

Deutschlands DAX fiel um rund 1 %, Frankreichs CAC 40 verzeichnete einen Rückgang von mehr als 1,4 % und Italiens FTSE MIB rutschte um etwa 1,8 % ab. Spaniens IBEX 35 verzeichnete mit einem Minus von über 2 % einen der stärksten Verluste.

In London zeigte sich der FTSE 100 widerstandsfähiger und gab nur um etwa 0,3 % nach, teilweise begünstigt durch Gewinne bei Energiewerten, die tendenziell von höheren Ölpreisen profitieren.

Die Märkte in Asien hatten bereits die Besorgnis der Anleger signalisiert. Japans Nikkei 225 fiel im früheren Verlauf der Sitzung um mehr als 2,3 %. In den Vereinigten Staaten deuteten Futures auf einen schwächeren Start hin, wobei der E-mini S&P 500 um über 1,6 % und der E-mini Nasdaq um mehr als 2 % fielen.

Unterdessen blieben die Finanzmärkte am Golf geschlossen. Die Behörden setzten den Handel an der Abu Dhabi Securities Exchange und dem Dubai Financial Market für zwei Tage aus. Die Regulierungsbehörden gaben an, die Schließungen sollten Panikverkäufe nach einer Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf die VAE am Wochenende verhindern.

Die Energiemärkte entwickelten sich entgegengesetzt zu den Aktienmärkten. Die Rohölpreise sprangen im frühen Handel an, da Anleger das Risiko von Lieferunterbrechungen, insbesondere durch die Straße von Hormus, eine wichtige Arterie für globale Öllieferungen, bewerteten.

Der US-Referenzölpreis stieg zunächst um etwa 8 %, bevor er sich auf rund 5,9 % über $71 pro Barrel einpendelte. Brent-Rohöl stieg um 6,2 % auf etwa $77,38 pro Barrel.

Auch sichere Hafenanlagen legten zu. Gold stieg um etwa 2,5 %, während Silber um 2 % und Platin um 1,2 % zulegten.

Da die Spannungen weiterhin hoch sind und keine klaren Anzeichen einer Deeskalation erkennbar sind, warnen Analysten vor weiterer Volatilität. Vieles wird davon abhängen, ob der Konflikt die Ölexporte nachhaltig stört – eine Entwicklung, die die Marktverluste vertiefen und den Inflationsdruck weltweit verstärken könnte.

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