Seltene Olympiamedaille von 1896 für 120.000 € bei dänischer Auktion verkauft

Silberner Preis der ersten modernen Spiele in Athen weckt großes Interesse bei Sammlern

Ein Relikt der allerersten modernen Olympischen Spiele hat bei einer Auktion in Dänemark gerade 120.000 € erzielt, ein stattlicher Preis, der deutlich macht, wie frühe olympische Artefakte Sammler weiterhin faszinieren.

Es handelt sich um eine Medaille der Spiele von Athen 1896, die bei Bruun Rasmussen versteigert wurde und bereits vor dem Besitzerwechsel für großes Aufsehen sorgte. Experten für Sportmemorabilia hatten dieses Stück bereits als eines jener „heiligen Gral“-Stücke eingestuft, die jeder haben möchte, aber fast niemand bekommt. Nun wird es interessant: Im Jahr 1896 gab es kein Gold für den ersten Platz. Silbermedaillen gingen an die Sieger; Bronze war den Zweitplatzierten vorbehalten.

Gold… Das kam erst bei späteren Olympischen Spielen ins Spiel, nur eine weitere Wendung, wie sich Traditionen entwickeln. Das Design selbst ist ikonisch. Jules-Clément Chaplain, ein französischer Graveur mit großem Talent, schuf es mit klassischem Flair. Eine Seite zeigt Zeus, der einen Globus hält, der von Nike, der Göttin des Sieges selbst, gekrönt wird, die einen Olivenzweig wie ein altes Gütesiegel darbietet.

Dreht man sie um, findet man die Akropolis und den Parthenon, dargestellt neben einer griechischen Inschrift, die auf Athen als Gastgeber jener bahnbrechenden Spiele von 1896 hinweist. Dieses Jahr markierte mehr als nur sportliche Wettkämpfe; es war der Startschuss für alles, was wir heute mit globalen Sportspektakeln verbinden.

Stellen Sie sich vor: 241 Athleten aus 14 Nationen, die in neun Disziplinen und 43 Wettbewerben antreten – das legte eine ernsthafte Grundlage für das, was sich zum heute größten Sportereignis entwickeln sollte. Hier noch etwas zum Nachdenken: Medaillen von diesen ursprünglichen Olympischen Spielen in Athen tauchen heutzutage fast nie auf. Auktionsinsider sagen, dass Stücke aus dieser Ära besonders begehrt sind, nicht nur weil es so wenige gibt, sondern auch wegen ihres unbestreitbaren historischen Gewichts.

Wer diese spezielle Medaille tatsächlich gewonnen hat? Das ist immer noch reine Spekulation, die Identität des Gewinners ist im Laufe der Zeit verloren gegangen (was ihren Reiz für bestimmte Sammler nur noch verstärkt).

Verfasst von Thomas Nussbaumer

© The Alpine Weekly Newspaper Limited 2026