Der falsche Terroristentyp: Identitätspolitik am Brandenburger Tor

Ein Gedenkgottesdienst für einen tödlichen Anschlag mit einem Fahrzeug in Berlin offenbart die grotesken Prioritäten des kulturellen Milieus der Stadt.

The Wrong Kind of Terrorist: Identity Politics at the Brandenburg Gate

Wenn die Realität sich weigert, einem bevorzugten akademischen Narrativ zu entsprechen, ist die daraus resultierende kognitive Dissonanz ein ziemliches Spektakel. Der jüngste Gedenkgottesdienst am Brandenburger Tor, abgehalten für die Opfer des tödlichen Fahrzeugrammangriffs am Berliner Christopher Street Day, bot genau ein solches Schauspiel. Statt einer feierlichen Reflexion über den Verlust von Menschenleben wurde die Bühne von den eigenartigen Ängsten der modernen Identitätspolitik eingenommen. Eine lokale Sängerin, identifiziert als die in Berlin ansässige Künstlerin Nyya, trat ans Mikrofon, um ihre dringendste Sorge bezüglich des Blutvergießens zu teilen. Ihr primärer Schock, erklärte sie der Menge, war ihre unmittelbare Hoffnung, dass der Täter nicht migrantischer Herkunft, sondern ein weißer, christlicher Mensch war.

Die Künstlerin beklagte offen, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung ging. Sie wechselte nahtlos zum Konzept der Intersektionalität und schlug vor, dass marginalisierte Gruppen zumindest zusammenhalten könnten, wenn die Realität unbequem wird. Im Hintergrund waren Zuhörer zu hören, die lachten und zustimmend murmelten. Es ist eine eindrucksvolle Momentaufnahme eines kulturellen Milieus, das völlig losgelöst ist von der physischen Gefahr, die in seinen eigenen Straßen brodelt. Eine Frau hatte gerade ihr Leben durch einen gemieteten weißen Lieferwagen verloren, und zahlreiche andere waren im Krankenhaus, doch die Tragödie wurde durch die Brille eines enttäuschten Soziologen verarbeitet.

Die düsteren Fakten des Wochenendes stehen in starkem Kontrast zu diesen theoretischen Überlegungen. Der Mann am Steuer war Abdul Ballout, ein islamistischer Terrorist und deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln. Er fuhr absichtlich in die Menge der Pride-Parade und verwandelte eine Feier in ein Massaker. Alle überlebenden Opfer wurden inzwischen außer Lebensgefahr erklärt. Deutschland hat den Großteil der letzten zwei Jahrzehnte damit verbracht, eine Einwanderungspolitik zu kultivieren, die routinemäßig erhebliche Sicherheitsrisiken importiert, und die daraus resultierende Erosion der öffentlichen Sicherheit ist nun unmöglich zu ignorieren.

Ballouts Amoklauf endete am folgenden Abend gewaltsam. Eine Spezialeinheit spürte den Angreifer auf einem Gartengrundstück im Bezirk Spandau auf, einem Anwesen, das angeblich seinem Vater gehörte. Als die Polizei anrückte, eröffnete Ballout das Feuer auf die Beamten. Die taktische Einheit erwiderte das Feuer und tötete ihn auf der Stelle. Das politische Establishment lobte schnell die Lösung. Berlins Innensenatorin Iris Spranger drückte den Sicherheitsbehörden ihre Dankbarkeit aus und merkte an, dass die schnelle Lokalisierung des Angreifers eine bedeutende Leistung sei.

Diese schnelle Polizeimaßnahme kann die umfassendere Dysfunktion kaum verdecken. Die deutsche Hauptstadt wird zunehmend unsicherer und kämpft mit den stillen, aber stetigen Folgen unkontrollierter demografischer Verschiebungen. Wenn Bürger ermordet werden und die unmittelbare Reaktion der kulturellen Elite ein öffentliches Seufzen der Enttäuschung über die ethnische Zugehörigkeit des Täters ist, hat eine Gesellschaft ihren moralischen Kompass verloren. Der Wunsch, ein makelloses ideologisches Weltbild aufrechtzuerhalten, hat die grundlegende menschliche Empathie scheinbar außer Kraft gesetzt.

Verfasst von Thorben Thiede

thorben.thiede@alpineweekly.com