
Roms Zoo hat eine einfache Antwort auf ein sehr italienisches Problem gefunden: zu viel Hitze
Im Bioparco übernehmen gefrorene Früchte, gekühlte Becken und klimatisierte Unterkünfte die Arbeit, die die sommerliche Infrastruktur der Stadt offensichtlich nicht leisten kann.

Rom hat einen dieser Sommer erlebt, der die Stadt weniger wie eine Hauptstadt und mehr wie eine Ausdauerprüfung erscheinen lässt. Im Bioparco Zoo war die Antwort pragmatisch statt heroisch: gefrorene Früchte, Gemüse, Fisch und Eisleckereien für Giraffen, Flusspferde, Tapire, Wasserschweine, Lemuren und Robben, dazu gekühlte Becken und Innenunterkünfte für die hitzeanfälligsten Arten.
Die Prognosen für die italienische Hauptstadt zeigten 36 bis 37 Grad Celsius an, während das Gesundheitsministerium seine höchste Hitzewarnung herausgab, da sich eine anhaltende Hitzewelle über weite Teile des Landes ausbreitete. Italien, das sich so oft als Ort des Stils und der Leichtigkeit präsentieren möchte, muss sich einmal mehr mit der weniger glamourösen Realität des Sommers auseinandersetzen: Überhitzung, Warnungen und ein gutes Maß an Improvisation. Das Personal des Zoos hat die Improvisation zumindest organisiert aussehen lassen.
Yitzhak Yadid, der zoologische Leiter des Zoos, sagte, dass einige amphibische Arten klimatisierte Unterkünfte oder Wasserkühlsysteme benötigen, um extreme Temperaturen zu überstehen. Die Robben werden in Becken unter 25 Grad Celsius gehalten, ein Detail, das viel über das moderne Stadtleben aussagt: Sogar die Robben brauchen jetzt Klimamanagement. Man kann die Effizienz fast bewundern, wenn nicht die umfassenderen Umstände, die solche Maßnahmen notwendig machen.
Die Kühlanordnungen dienen nicht nur dem Überleben. Der Zoo sagt, sie dienen auch der Umweltanreicherung, indem sie die Tiere aktiv halten und gleichzeitig die Belastung durch anhaltende Sommerhitze reduzieren. Das ist eine schöne Formulierung für eine ziemlich grundlegende Wahrheit: Wenn das Wetter feindselig wird, ist gutes Management wichtig. In diesem Fall bedeutet das kühles Wasser, gefrorene Snacks und funktionierende Unterkünfte.
Es ist etwas leicht Entlarvendes an der Szene in Rom. Eine öffentliche Institution tut, was öffentliche Institutionen tun sollten – sich vernünftig anpassen, dort Anstrengungen unternehmen, wo es zählt, und Drama vermeiden. In einem Land, in dem Hitzewellen zu einem wiederkehrenden administrativen Problem werden, sieht die Reaktion des Bioparco weniger nach Neuheit als nach Kompetenz aus. Was in Italien immer noch als kleiner Sieg zählt.
Geschrieben von Andreas Hofer andreas.hofer@alpineweekly.com
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