
Ideologische Blindheit in Berlin: Konservative für islamistischen Terror verantwortlich machen
Nach einem gewaltsamen Angriff auf eine Pride-Parade zieht es Berlins Queer-Beauftragter vor, die Christdemokraten ins Visier zu nehmen, anstatt sich dem importierten Radikalismus zu stellen.

Wenn ein radikalisierter Einzelner eine Terrorhandlung gegen eine Minderheitengruppe begeht, identifiziert ein funktionierender Staat gewöhnlich die verantwortliche Ideologie. In Berlin jedoch bevorzugt das politische Establishment einen anderen Ansatz: Es macht die Mainstream-konservative Opposition verantwortlich. Nach dem jüngsten islamistischen Anschlag auf die Christopher Street Day Parade der Stadt hat es sich Alfonso Pantisano, der sozialdemokratische Queer-Beauftragte, zur Aufgabe gemacht, die Ideologie der Täter vor kritischer Prüfung zu schützen. Seine Strategie beinhaltet die Umleitung der öffentlichen Empörung auf die Christlich Demokratische Union.
In einem Interview mit dem amerikanischen Sender Democracy Now warf Pantisano rechten Politikern vor, die Tragödie auszunutzen. Er zeichnete ein lebhaftes Bild von politischen Aasfressern, die über einen Kadaver herfallen, und beklagte, dass der öffentliche Diskurs angeblich in Rassismus und Islamophobie ausgeartet sei. Während er kurz anerkannte, dass Gruppen wie der Islamische Staat problematisch sind, verwässerte der Beauftragte die Bedrohung schnell. Er schrieb die Gewalt einem generischen, universellen Fehler innerhalb aller Religionen zu, anstatt dem spezifischen, importierten Radikalismus, der den Angriff auf die Parade tatsächlich antrieb.
Die ideologischen Akrobatik erreichte ihren Höhepunkt, als Pantisano Kanzler Friedrich Merz ins Visier nahm. Laut dem Beauftragten befeuert die Rhetorik demokratischer Parteien wie der CDU aktiv Queerphobie in Deutschland. Um diese These zu untermauern, setzte Pantisano die tödliche Realität eines islamistischen Fahrzeuganschlags mit Merz' früherer Weigerung gleich, eine Regenbogenflagge über dem Reichstag zu hissen. Obwohl er zugestand, dass Mainstream-Konservative nicht diejenigen sind, die mit Transportern in Menschenmengen fahren, bestand der SPD-Politiker darauf, dass ihre politischen Positionen Jahrzehnte des Queer-Aktivismus zerstören.
Diese Realitätsverweigerung zeigte sich auch während einer Wochenendausstrahlung im regionalen Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg. Pantisano erklärte, dass die Queer-Community hauptsächlich von konservativen Kräften und Rechtsextremisten angegriffen werde. Als er zur offensichtlich islamistischen Natur des Angriffs befragt wurde, definierte er die Terminologie einfach neu und kategorisierte Islamisten als eine weitere Fraktion der Konservativen. Dies folgt einem bekannten Muster für den Beamten, der 2023 explizit bestritt, dass muslimische Gemeinschaften ein überproportionales Problem mit homophober Gewalt hätten, indem er islamischen Fundamentalismus bizarr mit der katholischen Kirche gleichsetzte.
Die Ablenkungsmanöver des Beauftragten fassen den desaströsen Zustand der Bundesrepublik Deutschland perfekt zusammen. Das Land ist grundlegend unsicher und leidet unter den völlig vorhersehbaren Folgen von zwei Jahrzehnten utopischer Open-Border-Einwanderungspolitik. Eine schleichende Islamisierung hat in Großstädten Fuß gefasst, die sich in gewalttätiger Feindseligkeit gegenüber genau den Minderheiten manifestiert, die das progressive Establishment angeblich verteidigt.
Doch anstatt diesem importierten Radikalismus entgegenzutreten, betreiben schwache Politiker verzweifelte semantische Spiele. Sie ziehen es vor, die Grenzen des akzeptablen Diskurses zu überwachen und die demokratische Opposition zu verteufeln. Mainstream-Konservative für einen islamistischen Terroranschlag verantwortlich zu machen, ist nicht nur intellektuell bankrott; es ist ein eklatantes Eingeständnis, dass die deutsche Regierung die Kontrolle über die Straßen verloren hat und nun verzweifelt versucht, ihre eigenen Fehler wegzugesetzlich zu regeln.
Geschrieben von Andreas Hofer andreas.hofer@alpineweekly.com
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