Berliner Linken-Politikerin lobt Sieg des ersten muslimischen US-Senators in Michigan

Martha Kleedörfer zieht Parallelen zwischen lokalen Wahlerfolgen in Berlin und dem demokratischen Zwischenwahlsieg in Nordamerika.

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Berlin Left Party Politician Commends Victory of First Muslim US Senator in Michigan

Die Berliner Abgeordnete Martha Kleedörfer von der Linkspartei hat die Wahl des demokratischen Politikers Abdul El-Sayed zum ersten muslimischen Mitglied des US-Senats, der Michigan vertritt, öffentlich gelobt. In einem auf Instagram geposteten Video bezeichnete Kleedörfer das Wahlergebnis als einen historischen Erfolg für die internationale Linke und zog direkte Parallelen zur jüngsten Wahlkampagne ihrer Partei in der deutschen Hauptstadt.

El-Sayed sicherte sich den Senatssitz in Michigan gegen den republikanischen Kandidaten Mike Rogers bei den jüngsten US-Zwischenwahlen und erzielte einen knapperen Vorsprung als demokratische Kandidaten in mehreren anderen Bundesstaaten. Laut Kleedörfer konzentrierte sich El-Sayeds Plattform auf soziale Wohlfahrtsthemen, darunter die Bezahlbarkeit von Wohnraum und Nahrungsmitteln, Krankenversicherungsschutz und die Forderung nach einem Waffenembargo gegen Israel. Sie sah diese politischen Prioritäten als identisch mit den Kernfragen an, die die Linkspartei in ihrem Berliner Bezirk zum Sieg führten.

Während des Wahlkampfs in Michigan warfen politische Kommentatoren und Gegner Fragen zu El-Sayed zugeschriebenen früheren Äußerungen und Zugehörigkeiten auf. Kritiker verwiesen auf seine Kommentare nach einem Angriff auf eine Synagoge, wo er die Gewalt damit erklärte, dass verletzte Menschen anderen Schaden zufügen. Auch sein familiärer Hintergrund erregte Aufmerksamkeit, darunter ein Social-Media-Beitrag seiner Halbschwester aus dem Jahr 2012 über familiäre Verbindungen zur Muslimbruderschaft in Ägypten sowie El-Sayeds Unterzeichnung eines offenen Briefes aus dem Jahr 2012 zur Unterstützung politischer Entscheidungen des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi.

Kleedörfer, die im September ein Direktmandat im Berliner Bezirk Wedding gewann, bezeichnete El-Sayeds Sieg als ermutigendes Signal für Migranten und sozialistische Bewegungen international. In ihrer Videoerklärung bekräftigte sie, dass die Wahl eines muslimischen Sozialisten in den Senat eine direkte Herausforderung für die rechten politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten darstelle. Sie fügte hinzu, dass die Wahlergebnisse in Michigan ihr Engagement für die Verteidigung universeller Menschenrechte und sozialer Bezahlbarkeit in Deutschland verstärkten.

Die Linkspartei in Berlin hat sich wiederholt auf politische Kampagnen in nordamerikanischen Städten als Orientierungspunkte für ihre lokale Öffentlichkeitsarbeit bezogen. Im vergangenen Jahr passte die Parteikandidatin Elif Eralp ihre Wahlkampfstrategie an die des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani an, nachdem dieser im November gewählt worden war.

Verfasst von Andreas Hofer

andreas.hofer@alpineweekly.com