März 12, 12:00 PM

Fan unterbricht VAR-Überprüfung durch Abziehen des Monitors während eines deutschen Zweitligaspiels

Ein maskierter Zuschauer unterbrach kurzzeitig eine Elfmeterüberprüfung während des Spiels Preußen Münster gegen Hertha Berlin, was eine Untersuchung durch den Heimatverein nach sich zog.

Für einen kurzen, chaotischen Moment lief ein deutsches Zweitligaspiel komplett aus dem Ruder, dank eines kühnen maskierten Fans, der den Stecker des Video-Assistenten-Referees (VAR)-Monitors zog, genau als die Offiziellen versuchten, eine heftig umstrittene Entscheidung zu klären. Dies geschah alles spät in der ersten Halbzeit der 2:1-Heimniederlage von Preußen Münster gegen Hertha Berlin, wobei die Bundesliga-2-Begegnung am Sonntag in Köln stattfand. Schiedsrichter Felix Bickel war vom VAR-Team signalisiert worden: Zeit, einen möglichen Elfmeter mittels des Bildschirms am Spielfeldrand zu überprüfen. Einziges Problem: Als er dort ankam, funktionierte nichts mehr.

Totaler Blackout. Es stellte sich heraus – und hier wird es verrückt – dass die Offiziellen entdeckten, dass jemand den Monitor mitten in der Überprüfung absichtlich getrennt hatte. Laut der Darstellung von Preußen Münster war es tatsächlich eine maskierte Person aus den eigenen Reihen der Fans, der es gelang, in den gesperrten Bereich zu schlüpfen und alles abzustecken, während alle anderen auf das umstrittene Spielgeschehen konzentriert waren (man spricht von einem geschickten Moment). Da kein funktionierender Bildschirm zur Verfügung stand, konnte Bickel keine Wiederholungen selbst ansehen; stattdessen musste VAR-Offizielle Katrin Rafalski die endgültige Entscheidung aus der Ferne treffen und entschied, dass ein Foul vorlag. Also zeigte Bickel direkt auf den Punkt: Elfmeter für Hertha Berlin.

Hertha ließ ihre Chance nicht ungenutzt, sie verwandelten aus elf Metern, und dieses Tor gab dem Spiel entscheidend eine Wendung zu ihren Gunsten. Anschließend veröffentlichte Preußen Münster eine Erklärung, in der das Vorgefallene scharf kritisiert wurde, und stellte klar, dass man alles Mögliche unternehme, um den Verantwortlichen für diese Aktion ausfindig zu machen. Sie bestätigten, dass jemand das Protokoll verletzt hatte, indem er illegal den Bereich am Spielfeldrand betrat und wichtige Ausrüstung manipulierte, ein absolutes Tabu im professionellen Fußball. Offizielle erwähnten auch, dass bereits neue Maßnahmen in Erwägung gezogen werden, damit so etwas nicht so schnell wieder passiert; jeder Beteiligte wird zur Rechenschaft gezogen, falls er erwischt wird. Frühe Anzeichen deuten darauf hin, dass dies auch kein spontaner Akt war: Laut Vereinsquellen entrollten Fans schnell ein Banner, das genau auf das Vorgefallene Bezug nahm, unmittelbar nachdem auf dem Spielfeld alles ausgefallen war.

Lokale Medien berichteten die Botschaft laut und deutlich: „Zieht dem VAR den Stecker“ – ein nicht allzu subtiler Seitenhieb auf die Videobeweis-Technologie, die in ganz Deutschland (und im europäischen Fußball allgemein) zu einem solchen Zankapfel geworden ist. Das Bemerkenswerte daran, was all dies über ein einzelnes Spiel hinaus so bedeutsam macht: Die gesamte Episode rückt die VAR-Kontroverse einmal mehr ins gleißende Scheinwerferlicht. Während der Videobeweis eingeführt wurde, in der Hoffnung, Schiedsrichterfehler zu beseitigen, argumentieren Kritiker, dass er Spiele oft verzögert oder Situationen für alle Zuschauer und Spieler noch weiter verkompliziert. In diesem Fall jedoch...

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