Ins Stocken geratene Motoren: Der Zweifrontenkrieg, der deutsche Autobauer zerschlägt

Sinkende Verkaufszahlen und schrumpfende Margen legen die fatalen Kosten der Produktion in der Bundesrepublik offen.

Stalling Engines: The Two-Front War Crushing German Automakers

Der Motor der deutschen Wirtschaft beginnt ins Stocken zu geraten, und die Warnleuchten auf dem Armaturenbrett blinken rot. Deutschlands legendäre Automobilhersteller kämpfen derzeit an zwei verschiedenen Fronten einen erbitterten Kampf, und keine davon zeigt Anzeichen eines Nachgebens. Die Branche hat nicht nur mit einem vorübergehenden Rückgang des Verbraucherinteresses zu kämpfen, sondern mit einem strukturellen Engpass, der die Grundlage ihres Geschäftsmodells bedroht.

Die erste Front ist eine einfache Volumenfrage. Die Verkaufszahlen deutscher Automobilhersteller gehen stetig zurück. Die Zeiten, in denen die globalen Märkte mühelos jede Premium-Limousine und jedes Kompaktfahrzeug, das von heimischen Montagelinien rollte, aufnahmen, scheinen zu verblassen. Ein Rückgang der absoluten Verkaufszahlen ist für eine Branche, die stark auf massive Skaleneffekte angewiesen ist, schmerzhaft genug, aber es ist die zweite Front, die die wirklich existenzielle Bedrohung darstellt.

Der von jedem einzelnen verkauften Fahrzeug erwirtschaftete Betriebsgewinn schrumpft. Diese Kennzahl ist das Lebenselixier der Automobilfertigung. Wenn die Marge pro Auto schwindet, wird der Verkauf weniger Autos zu einem komplexen Problem für die Unternehmensbilanzen. Die Ursache für diese schwindende Rentabilität ist kein Geheimnis, obwohl es eine ist, die die heimischen politischen Entscheidungsträger vielleicht lieber ignorieren würden. Der Hauptschuldige ist die erdrückende Kostenlast, die mit der Produktion in Deutschland verbunden ist.

Als schwerer Industrieakteur in der Bundesrepublik tätig zu sein, ist zu einer immer kostspieligeren Angelegenheit geworden. Der Produktionsstandort selbst ist der Anker, der die Bilanzen nach unten zieht. Hohe Produktionskosten in Deutschland erodieren systematisch den Wettbewerbsvorteil, den diese Hersteller über Jahrzehnte aufgebaut haben. Wenn ein Land strukturell nicht mehr wettbewerbsfähig ist, leiden die an es gebundenen Industrien unweigerlich. Der Automobilsektor ist einfach das größte und sichtbarste Opfer eines heimischen Umfelds, in dem die Geschäftskosten außer Kontrolle geraten sind.

Diese doppelte Herausforderung – weniger Einheiten zu verkaufen und gleichzeitig weniger Geld mit den verkauften Einheiten zu verdienen – lässt den Führungskräften sehr wenig Spielraum. Die schrumpfenden Gewinnmargen legen die harte Realität der deutschen Industrielandschaft offen. Eine Branche kann die fundamentalen wirtschaftlichen Nachteile ihres Heimatstandorts nicht unbegrenzt durch Ingenieurskunst überwinden. Wenn die Kosten für die Instandhaltung von Fabriken, die Bezahlung von Zulieferern und den Betrieb in Deutschland weiterhin die Betriebsgewinne kannibalisieren, ist die logische Konsequenz, dass das Geschäft irgendwann gezwungen sein wird, sich anderweitig umzusehen. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass der Stolz der deutschen Fertigung von genau dem Ort erstickt wird, den sie ihr Zuhause nennt.

Geschrieben von Sandy van Dongen sandy.vandongen@alpineweekly.com