PSG verteidigt Champions-League-Titel, Arsenals Elfmeter-Albtraum setzt sich in Budapest fort

Kai Havertz eröffnete den Torreigen innerhalb von zwei Minuten. Ousmane Dembélé glich per Elfmeter aus. Gabriel Magalhães verschoss den entscheidenden Schuss.

Paris Saint-Germain ist Champions-League-Sieger. Schon wieder. Zum zweiten Mal in Folge hob der französische Klub die Champions-League-Trophäe in die Höhe, nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen-Sieg über Arsenal in Budapest. Das Finale in der Puskás Aréna endete nach 120 Minuten 1:1. PSG gewann das Elfmeterschießen mit 4:3. Gabriel Magalhães verschoss den entscheidenden Elfmeter. Arsenals zwanzigjähriges Warten auf den ersten Champions-League-Titel geht weiter.

Das Spiel begann mit atemberaubendem Tempo. Innerhalb der ersten Minuten prallte ein missglückter Pariser Klärungsversuch von Leandro Trossard zu Kai Havertz. Der deutsche Stürmer brach auf dem linken Flügel durch, zog leicht nach außen und hämmerte den Ball aus etwa vier Metern in Matvey Safonovs Netz. Arsenal führte 1:0. Die englische Mannschaft zog sich danach tief vor das eigene Tor zurück und verweigerte den blitzschnellen Angreifern von PSG den Raum, den sie für ihr Kombinationsspiel brauchten. Die Strategie ging auf. PSG erspielte sich in der ersten Halbzeit keine einzige ernsthafte Tormöglichkeit. In der Nachspielzeit verhinderte ein Tackling von Marquinhos, dass Havertz einen zweiten Treffer erzielte.

Die Dominanz von PSG zahlte sich schließlich aus. Mitte der zweiten Halbzeit wurde Khvicha Kvaratskhelia im Strafraum gefoult. Ousmane Dembélé trat an und glich per Elfmeter aus. 1:1. Arsenal spielte danach offener, aber PSG blieb die gefährlichere Mannschaft. Etwa fünfzehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit traf Kvaratskhelia mit einem Schuss, der leicht von einem Arsenal-Verteidiger abgefälscht wurde, die Latte. Vitinha kam dem Tor am nächsten; sein Schuss ging knapp über die Latte.

In der Verlängerung fielen keine Tore. Arsenal-Fans buhten lautstark, nachdem der Schiedsrichter einen Elfmeterpfiff für Noni Madueke nach einem Zweikampf mit Willian Pacho abgelehnt hatte. Declan Rice war wütend und trieb seinen Unmut zu weit, was ihm eine gelbe Karte einbrachte.

Das letzte Mal, dass ein Champions-League-Finale in die Verlängerung ging, war 2016, als Real Madrid 1:1 gegen Atlético Madrid spielte. Real gewann im Elfmeterschießen. Das war auch das letzte Mal, dass ein Elfmeterschießen nötig war, um den Titel zu entscheiden, seit der Europapokal 1992 in Champions League umbenannt wurde. In jener Nacht verwandelte Cristiano Ronaldo den entscheidenden Elfmeter und spannte seine Muskeln an, nachdem er sein Trikot ausgezogen hatte.

In dieser Nacht wurde der entscheidende Elfmeter verschossen.

Gabriel Magalhães trat an. Er ging mit den Händen vor dem Kopf davon. Die Spieler von PSG stürmten zu ihrem Torhüter. Die Spieler von Arsenal sanken auf den Rasen. Zwei Champions-League-Titel in Folge für die französischen Meister. Ein dritter Finalauftritt für den Verein, der 2020 gegen Bayern München verlor und Inter Mailand 2025 mit 5:0 besiegte. Für Arsenal die zweite Finalniederlage in zwanzig Jahren – sie verloren 2006 mit 2:1 gegen Barcelona. Für Ungarn, einen erstmaligen Gastgeber des europäischen Klubfußball-Showdowns. Für die Neutralen, ein Klassiker.

Für PSG eine weitere Parade. Für Arsenal ein weiterer Sommer des 'Was wäre wenn'. Und für Gabriel Magalhães der einsamste Gang im Sport.

Geschrieben von Martina Kirchner