Türkischer Luftwaffenmajor stirbt bei F-16-Absturz nahe Balıkesir
Ermittlungen eingeleitet, nachdem Kampfflugzeug kurz nach dem Start in der Westtürkei abstürzt

Ein F-16-Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe ist in den frühen Morgenstunden des Mittwochs kurz nach dem Start von Balıkesir abgestürzt. Der Pilot, Major İbrahim Bolat, kam dabei ums Leben, wie die Behörden bestätigten.
Das Flugzeug startete gegen 1 Uhr Ortszeit vom 9. Hauptstützpunkt des Jet-Kommandos. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium ging der Funkkontakt und die Radarverfolgung kurz nach dem Start verloren. Such- und Rettungsteams fanden später das Wrack in der Nähe der viel befahrenen Autobahn Istanbul–İzmir.
„Unser Pilot wurde getötet. Die Ursache des Unfalls wird nach einer Untersuchung durch das Unfalluntersuchungsteam ermittelt“, erklärte das Ministerium in einer Mitteilung und sprach Bolats Familie sein Beileid aus.
Der Gouverneur von Balıkesir, İsmail Ustaoğlu, sagte, der Jet habe einen Missionsflug durchgeführt, als er abstürzte. Trümmer waren über ein weites Gebiet nahe der Autobahn verstreut, was zur vorübergehenden Sperrung der Straße führte, während die Rettungsdienste den Unfallort sicherten. Feuerwehrleute, medizinische Teams und Sicherheitskräfte wurden zum Einsatzort entsandt.
Eine Militärzeremonie zu Ehren von Major Bolat fand später auf dem 9. Hauptstützpunkt statt. Zwei F-16-Flugzeuge führten einen Trauer-Überflug durch, während seine Frau und Tochter dem Gottesdienst beiwohnten.
Die Staatsanwaltschaft Balıkesir hat eine formelle Untersuchung des Absturzes eingeleitet. Justizminister Akın Gürlek erklärte, leitende Staatsanwälte seien zum Unfallort gereist, um die Untersuchung zu überwachen.
Der Vorfall trägt zu jüngsten Bedenken hinsichtlich der militärischen Flugsicherheit in der Region bei. Im November hatte die Türkei die Flüge ihrer C-130-Transportflugzeuge eingestellt, nachdem eines in der benachbarten Georgien auf dem Rückweg aus Aserbaidschan abgestürzt war und alle 20 Insassen getötet hatte.
Die Behörden haben noch nicht mitgeteilt, ob technische Defekte, Wetterbedingungen oder menschliches Versagen zu dem Absturz vom Mittwoch beigetragen haben könnten.