WEF-Chef Børge Brende tritt nach Epstein-Verbindungen zurück

Der Vorstand des Davos-Forums verweist auf eine interne Überprüfung, da der ehemalige CEO nach erneuter Prüfung seiner Treffen mit Jeffrey Epstein zurücktritt

Børge Brende, der als Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums tätig war, ist zurückgetreten, nachdem neu veröffentlichte US-Gerichtsdokumente seine früheren Interaktionen mit Jeffrey Epstein, einem verurteilten Sexualstraftäter, detailliert beschrieben haben.

Bei der Bekanntgabe seines Rücktritts am Donnerstag sagte Brende, er habe die Entscheidung nach „sorgfältiger Überlegung“ getroffen. Er bezeichnete seine achteinhalb Jahre an der Spitze des in Genf ansässigen Forums als „zutiefst bereichernd“ und blickte gerne auf diese Zeit zurück. Doch dazu Folgendes: Ende Januar veröffentlichten US-Behörden eine neue Reihe von Dokumenten, in denen Brende unter jenen aufgeführt war, die mehrere Abendessen mit Epstein besucht und mehrmals mit ihm kommuniziert hatten. Die Unterlagen weisen auf Treffen in New York in den Jahren 2018 und 2019 hin, darunter eines nur wenige Wochen bevor Epstein wegen Bundesanklagen wegen Sexhandels verhaftet wurde. Sobald diese Details bekannt wurden, leitete das Weltwirtschaftsforum einen internen Überprüfungsprozess ein (was nicht überraschend war).

In einer gemeinsamen Erklärung der Co-Vorsitzenden Andre Hoffmann und Larry Fink teilte der Vorstand mit, er habe die Situation untersucht, aber „keine zusätzlichen Bedenken über das bereits Offengelegte hinaus“ festgestellt. Sie drückten ihre Dankbarkeit für Brendes Führung aus, gingen aber nicht auf die genauen Gründe seines Abgangs ein, abgesehen von der Anerkennung der erhöhten Prüfung. Nachdem alles öffentlich bekannt wurde, stellte Brende klar, dass all seine Kontakte mit Epstein nur im Jahr 2018 stattfanden: drei Abendessen plus einige begrenzte schriftliche Austausche. Ihm zufolge hatte er zum Zeitpunkt ihrer Treffen nichts von Epsteins Vorstrafen gewusst.

Dennoch erwähnenswert: Medien berichteten 2008 ausführlich über Epsteins Verurteilung in Florida wegen Anstiftung zu sexuellen Handlungen mit Minderjährigen. Dies markiert eine weitere größere Umstrukturierung beim WEF, die zweite große Führungsänderung innerhalb von weniger als zwei Jahren.

Bereits im Jahr 2024 trat Klaus Schwab (der Gründer der Organisation) ebenfalls als Vorsitzender seines Vorstands zurück, inmitten von Governance-bezogenen Vorwürfen, die er vehement bestritt. Die in Davos ansässige Gruppe, berühmt dafür, jedes Jahr Politiker und Wirtschaftsgrößen in der Schweiz zusammenzubringen, sah sich in jüngster Zeit zunehmend Fragen zur tatsächlichen Transparenz und Rechenschaftspflicht ausgesetzt. Die weltweiten Reaktionen auf Brendes Abgang waren vielfältig. Kirill Dmitriev, ein russischer Präsidentenbeauftragter, bemerkte, dass diese Episode das Ansehen des WEF weiter beschädigt habe; er schlug sogar vor, dass Unternehmensführer stattdessen das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum in Russland in Betracht ziehen sollten.

Seine Bemerkungen spiegeln größere geopolitische Gräben wider, die globale Wirtschaftsversammlungen heutzutage prägen. Was als Nächstes kommt. Das WEF hat noch keinen Nachfolger für Brende benannt; der Vorstand sagt, sie werden zukünftige Schritte bekannt geben, sobald sie bereit sind. Bleiben Sie also dran; diese Geschichte ist noch nicht zu Ende.

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