Subventionierte Sympathie: Steuergelder für politischen Relativismus

Zum fünfundzwanzigsten Jahrestag des 11. September fragt ein staatlich gefördertes Theaterstück in Hamburg, ob Terroristen lediglich Freiheitskämpfer sind.

Subsidizing Sympathy: Taxpayer Funds for Political Relativism

Es erfordert ein bemerkenswertes Maß an administrativer Ignoranz, öffentliche Gelder in eine theatralische Meditation über Terrorismus zu leiten, die genau für den fünfundzwanzigsten Jahrestag des 11. September angesetzt ist. Doch am 11. September 2026 wird das Monsun-Theater in Hamburg die Premiere von „Terrorist*innen“ beherbergen, einer Produktion, die von Theater Colonia und dem 1000&Ein Kollektiv inszeniert wird.

Die Wahl des Ortes bietet ein deutliches historisches Echo. Hamburg ist kein willkürlicher Hintergrund in der Geschichte der modernen islamistischen Gewalt. Es diente Mohammed Atta und der Hamburger Zelle als Ausgangspunkt, die monatelang in der Stadt die Zerstörung des World Trade Centers organisierten. Ein Vierteljahrhundert später bietet eine Bühne in derselben Stadt den Schauplatz für eine Aufführung, die auf der These aufbaut, dass als Terroristen gebrandmarkte Personen sich einfach als Freiheits- oder Widerstandskämpfer verstehen könnten.

Diese künstlerische Übung in moralischer Äquivalenz genießt die Unterstützung staatlicher Institutionen. Die Organisationsstruktur hinter dem 1000&Ein Kollektiv erhielt finanzielle Unterstützung, die an das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gekoppelt war, sowie Unterstützung von der Imhoff-Stiftung. Offizielle staatliche Aufzeichnungen dokumentieren Theater Colonia e.V. als Empfänger einer anfänglichen Anschubfinanzierung für 2025. Gemäß den Richtlinien Nordrhein-Westfalens erlaubt diese Kategorie eine vollständige Finanzierung bis zu einem Höchstbetrag von 8.000 Euro pro Geschäftsjahr.

Als das zuständige Ministerium in Nordrhein-Westfalen aufgefordert wurde, die genauen Summen, Förderzeiträume und spezifischen Verwendungszwecke dieser öffentlichen Mittel zu erläutern, wurden vor der Veröffentlichung keine Antworten gegeben. Die Imhoff-Stiftung legte ebenfalls keine Details zum genauen Umfang ihres finanziellen Beitrags offen. Was bleibt, ist eine bekannte administrative Routine: Öffentliche Gelder fließen in fragwürdige ideologische Projekte, gefolgt von bürokratischem Schweigen, wenn die Erklärung der Rechnung erzwungen wird.

Die staatliche Kunstförderung hat die Geduld der Bürger lange auf die Probe gestellt, doch die Finanzierung der verschwommenen Grenzen politischer Gewalt am Jahrestag des 11. September offenbart einen tieferen Verfall des öffentlichen Urteilsvermögens. Wenn Regierungsstellen stillschweigend Werke finanzieren, die die Unterscheidung zwischen Terror und Widerstand aufweichen, hört die offizielle Kulturpolitik auf, bloße Förderung zu sein, und wird zu einer Übung in selbstverschuldeter Demoralisierung.

Verfasst von Sandy van Dongen

sandy.vandongen@alpineweekly.com