
Berliner Polizei schießt auf flüchtendes Auto während Verfolgungsjagd am Kurfürstendamm
Zwei mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden nach einem Zusammenstoß, der eine Verfolgungsjagd in Berlin-Mitte beendete, festgenommen.
Von Martina Kirchner

Die Berliner Polizei hat am Dienstagnachmittag zwei Personen nach einer Hochgeschwindigkeitsverfolgungsjagd durch Berlin-Mitte festgenommen, bei der ein Beamter das Feuer eröffnete. Der Vorfall begann gegen 13:45 Uhr am Kurfürstendamm, als Zivilbeamte versuchten, eine routinemäßige Kontrolle an einem Smart Forfour durchzuführen.
Der Fahrer weigerte sich, auf das Signal hin anzuhalten und flüchtete durch die Straßen der Stadt. Während der Flucht fuhr das Fahrzeug auf Gehwege, kollidierte mit Schutzpollern und beschädigte mehrere andere Fahrzeuge in der Umgebung. Laut Polizeiberichten versuchte der Fahrer auch mehrfach, Beamte zu überfahren, die versuchten, das Auto abzufangen.
Um das flüchtende Fahrzeug zu stoppen, gab ein Beamter einen einzigen Schuss auf einen der Reifen des Autos ab. Der Fahrer setzte die Flucht trotz des beschädigten Reifens fort und führte die Polizei etwa fünfzehn Minuten lang durch nahegelegene Geschäftsstraßen.
Die Verfolgungsjagd endete gegen 14:00 Uhr auf der Uhlandstraße, als das verdächtige Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte. Beide Fahrzeuge erlitten erhebliche strukturelle Schäden, wodurch das flüchtende Auto immobilisiert wurde. Beamte umstellten das Fahrzeug sofort und nahmen den Fahrer und eine weibliche Beifahrerin fest.
Nach der Festnahme fanden die Beamten gefälschte Ausweisdokumente im Besitz beider Verdächtiger. Eine anschließende Fingerabdrucküberprüfung ergab, dass gegen beide Personen aktive Haftbefehle vorlagen. Die Behörden machten keine sofortigen Angaben zu den zugrunde liegenden strafrechtlichen Vorwürfen, die mit den Haftbefehlen verbunden waren.
Die beiden Verdächtigen befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam und sollen einem Richter vorgeführt werden. Die Behörden erklärten, dass die Ermittlungen zum genauen Hergang der Ereignisse, dem gesamten Sachschaden und möglichen Verletzungen von Passanten oder Beamten noch andauern.
Geschrieben von Martina Kirchner martina.kirchner@alpineweekly.com



