
Das Leben in den Trümmern des Himalaya zählen
Ein einzelner in Tibet gefundener Australier bietet kurzfristige Erleichterung angesichts einer Bergkatastrophe, die Tausende vermisst lässt.

Wenn extremes Wetter die Berginfrastruktur zerstört, greifen die Kommunikationsabteilungen der Regierung auf das zurück, was sie am besten können: schrittweise Berichterstattung. Canberra erlebte diese Woche einen seltenen Moment der Erleichterung, nachdem bestätigt wurde, dass ein australischer Bürger, der von der massiven Flutkatastrophe entlang der Grenze zwischen Nepal und Tibet verschluckt wurde, lebend gefunden worden war.
Die Person nahm am Dienstag direkt aus Tibet Kontakt mit dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel auf. Während Datenschutzbestimmungen weitere persönliche Details verschleiern, sind Konsularbeamte eingeschritten, und der Reisende hat mit Familienmitgliedern gesprochen. Dies aktualisiert Australiens Liste der vermissten Bürger von 43 auf 42, nach der Ortung der 25-jährigen Cara Severino am vergangenen Wochenende.
Außenministerin Penny Wong beschrieb die düsteren Realitäten vor Ort und stellte fest, dass die Kommunikation schwierig bleibt, die Infrastruktur zerstört wurde und viele Gebiete immer noch schwer erreichbar sind, während sie warnte, dass die ernsten Sorgen um die Vermissten mit jedem Tag unweigerlich zunehmen. Die Regierung räumte ein, angesichts der zerstörten Infrastruktur in den kommenden Tagen realistisch bleiben zu müssen. Sie fügte hinzu, dass die offiziellen Gedanken weiterhin fest bei den Familien seien, die auf Nachrichten warten, und bei den Suchteams, die unter außerordentlich schwierigen Bedingungen arbeiten.
Doch der nationale Fokus auf einzelne Passinhaber steht im Kontrast zu einem katastrophalen regionalen Hintergrund. Die Flut aus Eis, Fels und Schlamm, die am vergangenen Mittwoch durch den Himalaya fegte, hat mindestens 939 Menschenleben gefordert, wobei die tibetischen Behörden 16 weitere Todesfälle melden. Auf beiden Seiten der Grenze werden mehr als 4.400 Menschen vermisst, verschluckt von einem Gelände, das praktisch unpassierbar geworden ist.
Die Mobilisierung einer Reaktion in solchen hochgelegenen Grenzgebieten erfordert massive Personalstärke. Nepal hat fast 20.000 Sicherheitspersonen eingesetzt, um die Trümmer zu durchsuchen und Such- und Rettungsaktionen durchzuführen. Chinesische Staatsmedien berichten, dass 2.141 Notfallpersonal auf ihrer Seite der Grenze im Einsatz sind.
Um diese Bemühungen zu unterstützen, hat Canberra ein Hilfspaket von 8 Millionen Dollar zugesagt, das auf die betroffenen Gemeinden entlang der Grenze zwischen Nepal und China abzielt. Barhilfe und diplomatische Wohlfahrtskontrollen sind wesentliche Instrumente der Staatskunst, doch ob finanzielle Unterstützung zerstörte Straßen und isolierte Täler überwinden kann, bleibt eine offene Herausforderung.
Verfasst von Freya Stensrud freya.stensrud@alpineweekly.com
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