Europäische Streitkräfte werden nach Drohnenangriff auf britische Basis nach Zypern entsandt

Griechenland, Frankreich und Deutschland entsenden militärische Unterstützung, da die Spannungen im östlichen Mittelmeer steigen

Europäische Länder verstärken Zypern mit militärischen Mitteln, nachdem iranische Drohnen einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf der Insel angegriffen haben, was Sicherheitsbedenken im gesamten östlichen Mittelmeer aufwirft.

Beamte in Nikosia sagten, Frankreich werde ein Marineschiff und zusätzliche Luftverteidigungsausrüstung entsenden, um Zyperns Fähigkeit zur Abwehr von Drohnen und Raketen zu stärken. Deutschland hat sich laut mit den Gesprächen vertrauten Beamten ebenfalls grundsätzlich bereit erklärt, ein Kriegsschiff zu entsenden.

Die Entsendungen erfolgen nach einem Drohnenangriff auf die RAF Akrotiri kurz nach Mitternacht am Montag. Die Behörden teilten mit, der Angriff habe geringfügigen Schaden an einem Flugzeughangar verursacht, aber keine Verletzten. Zwei weitere Drohnen wurden später am selben Tag von britischen Kampfflugzeugen, die vom Stützpunkt gestartet waren, abgefangen.

Zypriotische Beamte glauben, dass die Drohnen aus dem Libanon gestartet wurden, wahrscheinlich von mit der Hisbollah verbundenen Militanten. Griechenland hat bereits schnell reagiert, um die Insel zu verstärken, indem es vier F-16 Fighting Falcon Flugzeuge und zwei Fregatten in die Region entsandte.

Der zypriotische Präsident Nikos Christodoulides sagte, die Reaktion zeige eine starke Zusammenarbeit zwischen europäischen Partnern.

Er bestätigte, dass er mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni gesprochen habe, während die europäischen Länder die Unterstützung koordinierten.

Der Einsatz wird im Rahmen der griechisch-zypriotischen Einheitlichen Verteidigungsdoktrin durchgeführt, einem strategischen Verteidigungsplan zwischen Athen und Nikosia, der darauf abzielt, Bedrohungen gegen Zypern zu begegnen. Die Entwicklungen erfolgen inmitten größerer regionaler Spannungen nach dem Ausbruch des Krieges mit dem Iran und seinen Verbündeten.

Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, dass britische Stützpunkte auf Zypern von den Vereinigten Staaten nicht für offensive Operationen gegen den Iran genutzt würden. Obwohl London zuvor eine begrenzte Nutzung britischer Einrichtungen zu Verteidigungszwecken genehmigt hatte, sagte Starmer dem Parlament, dass Stützpunkte auf der Mittelmeerinsel für diese Operationen „nicht geeignet“ seien und daher nicht genutzt würden.

Die Ankunft europäischer Militärgüter soll Zyperns Luftverteidigungsfähigkeiten stärken, während die Behörden sich auf die Möglichkeit weiterer Drohnen- oder Raketenangriffe in der Region.

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