Peking spielt Berichte über den Austritt der USA aus Dutzenden globalen Gremien herunter und bekräftigt die Unterstützung für den Multilateralismus

Chinas Außenministerium erklärt, dass internationale Institutionen gemeinsamen globalen Interessen dienen sollten und warnt vor Machtpolitik.

Chinese diplomat Ma Zhaoxu speaks at a press conference against a red backdrop.

China hat auf Berichte reagiert, wonach die Vereinigten Staaten planen, sich aus Dutzenden internationalen Organisationen zurückzuziehen, und erklärte, solche Schritte seien nicht neu und änderten nichts an der fundamentalen Rolle multilateraler Institutionen. Peking betonte, dass globale Gremien dazu bestimmt sind, die kollektiven Interessen der internationalen Gemeinschaft zu dienen und nicht die Prioritäten einzelner Staaten.

Auf einer regulären Pressekonferenz kommentierte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, Berichte, wonach Washington beabsichtigt, 66 internationale Organisationen zu verlassen, darunter 31 dem UN-System angehörende und 35 nicht-UN-Organisationen. Sie sagte, solche Entscheidungen seien „nichts Neues“ und sollten in einem breiteren historischen Kontext betrachtet werden.

Mao betonte, dass der Wert internationaler Organisationen darin liege, gemeinsame Interessen durch Zusammenarbeit zu schützen. Sie sagte, multilaterale Mechanismen sollen verhindern, dass internationale Angelegenheiten durch engstirnige nationale Eigeninteressen geformt werden.

Laut Mao hat das auf die Vereinten Nationen zentrierte internationale System seit mehr als 80 Jahren eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des globalen Friedens und der Stabilität, der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Wahrung des Prinzips der gleichen Rechte zwischen den Ländern gespielt.

Sie fügte hinzu, dass die aktuellen globalen Herausforderungen die Bedeutung effektiver multilateraler Rahmenwerke unterstreichen. In ihren Äußerungen warnte Mao, dass ohne solche Systeme internationale Beziehungen Gefahr laufen, in das abzugleiten, was sie als „Gesetz des Dschungels“ bezeichnete, wo Machtpolitik und der Einsatz von Gewalt dominieren. Sie sagte, diese Sorge sei besonders relevant für kleinere und Entwicklungsländer.

China, so sagte sie, werde den Multilateralismus weiterhin unterstützen und die zentrale Rolle der Vereinten Nationen in globalen Angelegenheiten aufrechterhalten. Peking versprach auch, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um ein, wie es hieß, gerechteres und ausgewogeneres System globaler Governance zu fördern.

Die Kommentare spiegeln Chinas breitere diplomatische Haltung inmitten von Verschiebungen im internationalen Engagement großer Mächte wider, während die Debatten über die zukünftige Rolle und Wirksamkeit multilateraler Institutionen andauern.

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