
Vier Geschwister verklagen Nachlass von Michael Jackson wegen angeblichen Kindersexhandels
Mitglieder der Familie Cascio reichen in Los Angeles eine Bundesklage ein, in der sie den verstorbenen Popstar des Missbrauchs über mehr als ein Jahrzehnt hinweg beschuldigen

Vier erwachsene Geschwister der Familie Cascio leiten nun rechtliche Schritte gegen den Nachlass von Michael Jackson ein und erheben Anschuldigungen wegen Kindersexhandels und jahrelangen Missbrauchs durch die verstorbene Musikikone.
Die Klage wurde am Freitag vor einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht und stammt von Frank, Dominic, Marie-Nicole und Aldo Cascio, wie der Rolling Stone berichtete. Auf diesen 23 Seiten wird Jackson unverblümt als „serieller Kinderprädator“ bezeichnet.
Die Geschwister behaupten, er habe sie über mehr als zehn Jahre missbraucht, beginnend als einige von ihnen erst sieben waren. Das ist unglaublich jung. Wenn man ihre Klageschrift durchliest, werden Behauptungen aufgestellt, dass dieser angeblichen Missbrauch an verschiedenen Orten stattfand, darunter auch in ihrem eigenen Elternhaus.
Und es gibt noch mehr: Sie behaupten, Jackson habe Drogen als Mittel eingesetzt, um sie in dieser Zeit zu manipulieren und Kontrolle über sie auszuüben. Das kommt nicht aus dem Nichts; erst letzten Monat erschienen dieselben Geschwister vor Gericht in Beverly Hills und versuchten, eine frühere finanzielle Einigung mit Jacksons Nachlass aufzuheben. Aus ihrer Sicht. Diese Vereinbarung war lediglich eine illegale Taktik, um Überlebende von sexuellem Kindesmissbrauch zum Schweigen zu bringen. Auf der anderen Seite lehnen die Anwälte für Jacksons Nachlass dies ab und haben alle Anschuldigungen kategorisch zurückgewiesen..
Martin Singer (der Anwalt des Nachlasses) sprach ebenfalls mit dem Rolling Stone: Er bezeichnete diesen Fall als „einen verzweifelten Versuch, Geld zu erpressen“ und als wenig mehr als „einen transparenten Versuch, ein günstiges Gericht zu finden.“
Er wies auf etwas Interessantes hin: Die Familie Cascio hatte über 25 Jahre Michael Jackson öffentlich verteidigt, bevor sie nun mit diesen neuen Behauptungen aufwartete. Vorerst. Ein Richter hat eine endgültige Entscheidung darüber, ob hier ein Schiedsverfahren erforderlich sein wird, ausgesetzt (diese Entscheidung steht noch aus). Eine weitere Anhörung ist für den 5. März angesetzt, wir werden also sehen, was als Nächstes passiert.
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