Hund unterbricht Spiel in Skopje: Schottland schlägt Nordmazedonien 2:0

Kieron Bowie und John McGinn trafen für die Gäste, die zum zweiten Mal in Folge mit zehn Mann beendeten. Ein streunender Hund unterbrach kurz die erste Halbzeit.

Schottland hat seine Nations-League-Kampagne am Samstag mit einem 2:0-Sieg in Nordmazedonien wieder auf Kurs gebracht und damit die ersten drei Punkte in der Gruppenphase gesammelt. Das Spiel in Skopje wurde in der ersten Halbzeit kurz unterbrochen, als ein streunender Hund auf den Platz lief, bevor er nach wenigen Sekunden von selbst wieder verschwand – ein Moment unbeabsichtigter Komik in einer ansonsten professionellen Leistung.

Kieron Bowie eröffnete in der 7. Minute den Torreigen, beruhigte früh die schottischen Nerven und gab den Ton für eine kontrollierte erste Halbzeit vor. John McGinn verdoppelte die Führung in der 70. Minute per Elfmeter und verwandelte sicher, um das Ergebnis zu sichern. Es war eine dringend benötigte Reaktion für Sébastien Pocognolis Mannschaft, die ihr vorheriges Spiel gegen die Schweiz verloren hatte und unter Druck stand, eine Leistung abzuliefern.

Der Sieg gelang trotz bekannter Disziplinarprobleme. Zum zweiten Mal in Folge beendete Schottland das Spiel mit zehn Mann. Scott McKenna wurde in der 83. Minute des Feldes verwiesen, was die Rote-Karten-Probleme widerspiegelte, die auch die Niederlage gegen die Schweiz überschatteten. Pocognoli wird sich über die drei Punkte freuen, ist aber besorgt über ein Muster, das schwer zu ignorieren ist. In den Schlussphasen aufeinanderfolgender Spiele in Unterzahl zu spielen, ist kein nachhaltiger Ansatz, egal wie gut die Mannschaft verteidigt.

Die drei Punkte bringen Schottland auf Augenhöhe mit dem zweitplatzierten Slowenien, das nach einer 1:2-Niederlage gegen die Schweiz mit leeren Händen aus Luzern abreiste. Schottland trifft am Dienstag im letzten Spiel des ersten Nations-League-Blocks auf Slowenien. Die beiden Mannschaften trennten sich bei ihrem vorherigen Aufeinandertreffen 0:0, was bedeutet, dass im Rückspiel alles auf dem Spiel steht.

Ein Sieg gegen Slowenien würde Schottland vor der nächsten Länderspielpause in eine starke Position bringen. Eine Niederlage würde sie im Kampf um die Gruppe zurückwerfen und auf andere Ergebnisse angewiesen machen. Die Margen sind gering, und die Schotten haben bereits gezeigt, dass sie sowohl zu Qualität als auch zur Selbstzerstörung gleichermaßen fähig sind.

Vorerst hat Schottland seinen ersten Sieg, sein erstes Spiel ohne Gegentor und ein bekanntes Problem: eine weitere Rote Karte. Der Hund mag den Platz von selbst verlassen haben, aber die Disziplinprobleme kehren immer wieder zurück. Das Spiel am Dienstag gegen Slowenien wird darüber entscheiden, ob die Schotten im Rennen bleiben oder ins Hintertreffen geraten. Pocognoli hat drei Tage Zeit, an der Disziplin zu arbeiten – und zu hoffen, dass der einzige unerwartete Besucher am Dienstag ein Sieg ist.

Verfasst von Christiane Hofreiter christiane.hofreiter@alpineweekly.com