Das Pariser Spektakel: Céline Dions kalkuliertes Comeback

Eine sechsjährige Bühnenpause endet mit sechzehn ausverkauften Konzerten in der französischen Hauptstadt.

The Paris Spectacle: Céline Dion’s Calculated Comeback

Vor dem Palasthotel Royal Monceau an der Avenue Hoche kündigt das vorhersehbare Spektakel der Menschenansammlung die Ankunft einer Pop-Königin an. Céline Dion ist in Paris gelandet, um mit den Proben für eine stark nachgefragte Reihe von Live-Auftritten zu beginnen, und beweist einmal mehr, dass der französische Kulturmarkt ein bemerkenswert zuverlässiger Motor für etablierte Künstler bleibt.

Zwischen dem 12. September und dem 17. Oktober soll die kanadische Sängerin sechzehn ausverkaufte Konzerte geben. Der anstrengende Zeitplan sieht drei Shows pro Woche vor, die mittwochs, freitags und samstags auf die Bühne gehen. Da über 30.000 Zuschauer in jeden Veranstaltungsort strömen, waren die Tickets bereits vor Monaten ausverkauft. Zehn weitere Auftritte sind bereits für Mai 2027 geplant.

Diese ehrgeizige Konzertreihe stellt Dions erste richtige Rückkehr zu Live-Tourneen nach einer sechsjährigen Pause dar, die durch das Stiff-Person-Syndrom verursacht wurde, eine Erkrankung, die ihre Singstimme stark einschränkte. Das französische Publikum hat sie in den letzten Jahren kaum gesehen; abgesehen von einem kurzen Auftritt bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris fand ihre letzte große Konzertreihe in Frankreich bereits 2017 statt.

Paris war der offensichtliche Ort für ein solches Comeback. Dions kommerzielle Basis in Frankreich wird durch fünfzehn französischsprachige Studioalben von ihren insgesamt siebenundzwanzig Werken untermauert. Im Gespräch mit BFM TV vom Bürgersteig vor ihrem Hotel betonte die Sängerin, dass das lokale Publikum sie von ihren frühesten Tagen an unterstützt habe und bezeichnete das Land als ihre zweite Heimat.

Ob ein straffer Zeitplan von drei riesigen Arena-Auftritten pro Woche für eine Künstlerin, die sich von einer schweren Krankheit erholt, zu bewältigen ist, ist etwas, worauf Tausende von Ticketinhabern zu wetten bereit sind. Im Moment ist die Pariser Konzertbranche begierig darauf, die Nachfrage zu nutzen.

Geschrieben von Sandy van Dongen sandy.vandongen@alpineweekly.com