
Minimalistisches Paris: PSG erkämpft sich den ersten Sieg nach zähem Saisonstart
Ein frühes Tor gegen Brest sichert drei Punkte, aber wenig Glanz, am vierten Spieltag der Ligue 1.

Vier volle Spieltage benötigte Paris Saint-Germain, um endlich einen Sieg in der Ligue 1 zu verbuchen – ein Detail, das Bände über den zähen Saisonstart des Hauptstadtklubs spricht. Auswärts in Brest erkämpfte sich das Team ein minimalistisches 1:0 und beendete die vierte Runde der heimischen Liga mit stiller Erleichterung statt einer großen Absichtserklärung.
Das Spiel war fast schon entschieden, bevor es richtig begonnen hatte. Ferran Torres, der seine gute persönliche Form fortsetzte, erzielte in der fünften Minute das einzige Tor. Dieser frühe Treffer reichte aus, um die drei Punkte zu sichern, obwohl ein knapper Ein-Tore-Vorsprung gegen Brest über fünfundachtzig Minuten kaum eine überzeugende Dominanzbehauptung für einen Klub mit solch großen Ambitionen darstellt.
Dieses knappe Ergebnis hinterlässt die Spitze der heimischen Liga in einem unerwarteten Zustand. Lille hat die frühe Instabilität genutzt, um die Tabellenspitze der Ligue 1 zu erobern, während sich Lens am unteren Ende der Tabelle wiederfindet und in den ersten Wochen der Saison keinen Halt finden kann.
Die französischen Sportler hatten auch abseits des Fußballs kein besseres Los, denn die nationale Frauen-Basketballmannschaft scheiterte an der letzten Hürde und verlor das WM-Finale. Anderswo auf der internationalen Sportbühne waren die Ergebnisse eindeutig. Manchester City ging aus einem umstrittenen englischen Derby siegreich hervor, Alexander Zverev holte den US Open Titel, und Enric Mas sicherte sich den Sieg bei der Vuelta a España. Unterdessen setzte Kimi Antonellis Siegesserie in der Formel 1 ungebremst fort.
Für Paris Saint-Germain verschafft ein einziges Tor gegen einen bescheidenen Gegner die nötige Atempause, löst aber kaum die größeren Fragen rund um ihren zähen Saisonstart. Drei Punkte am vierten Spieltag zu sichern, stoppt lediglich die Blutung für eine Mannschaft, die an weitaus größere nationale Dominanz gewöhnt ist.
Verfasst von Martina Kirchner
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