
Die Effizienz des Galgens: Teheran beschleunigt seine gerichtliche Säuberung
Während die UNO vorhersehbare Alarme äußert, optimiert das iranische Regime still und leise seinen Prozess zur Eliminierung von Dissidenten und angeblichen ausländischen Spionen.

Die Maschinerie des iranischen Staates arbeitet derzeit mit höchster Effizienz, zumindest was die Galgen betrifft. Während die Vereinten Nationen ihre üblichen tiefen Besorgnisse äußern, ist Teheran damit beschäftigt, seinen internen Rückstand an Dissidenten und angeblichen ausländischen Agenten zu beseitigen. Der UN-Menschenrechtschef stellte kürzlich einen starken Anstieg staatlich veranlasster Tötungen fest, der auf eine Zunahme von Personen hinweist, die wegen nationaler Sicherheitsvorwürfe hingerichtet wurden. Der diplomatische Alarm ist gerechtfertigt, wenn auch völlig vorhersehbar, angesichts der historischen Abhängigkeit des Regimes von der Schlinge.
Die aus der Islamischen Republik hervorgehenden Statistiken zeichnen ein Bild einer Justiz, die Geschwindigkeit über alles, was einem ordnungsgemäßen Verfahren ähnelt, stellt. Der UN-Menschenrechtschef hob Verfahren hervor, die grundlegendsten Rechtsstandards widersprechen, und verwies auf Behauptungen, dass Geständnisse durch Folter und körperliche Misshandlung erzwungen wurden. Die schiere Geschwindigkeit des iranischen Rechtssystems ist erstaunlich; in einem bemerkenswerten Fall erhielten ein Dutzend Angeklagte Todesurteile nach einer einzigen dreistündigen Anhörung hinter verschlossenen Türen. Einige Personen sehen sich nur Wochen nach ihrer ersten Verhaftung dem Henker gegenüber, ein Zeitplan, der keinen Raum für eine sinnvolle Rechtsverteidigung oder eine Berufungsprüfung lässt.
Teherans Rechtfertigung für diesen tödlichen Anstieg stützt sich stark auf das Schreckgespenst ausländischer Einmischung und interner Subversion. Iranische Beamte behaupten, dass die Todesstrafe ausschließlich für die schwersten Verbrechen vorbehalten sei. In der Praxis dient diese weit gefasste Kategorisierung als bequemer Deckmantel, um wahrgenommene Bedrohungen der Theokratie zu beseitigen. Die Justiz bestätigte kürzlich die Hinrichtung von Omid Behzad und Pouria Safvat, zwei Männern, die beschuldigt wurden, als Vermögenswerte für Israels Mossad tätig gewesen zu sein. Laut der staatsnahen Nachrichtenagentur Mizan sollen die beiden während des anhaltenden regionalen Konflikts und der kurzen Feindseligkeiten im Juni 2025 sensible Koordinaten und Bilder von Militäranlagen übermittelt haben.
Jenseits des zwielichtigen Bereichs der internationalen Spionage rechnet das Regime aggressiv mit einheimischen Demonstranten ab. Die Nachrichtenagentur Human Rights Activists News Agency berichtete über die jüngste Hinrichtung von Arvin Kheirkhahan, einem neunzehnjährigen Mann, dessen angebliche Beteiligung an den zivilen Unruhen im Januar ihm eine Verurteilung wegen Feindschaft gegen Gott einbrachte. Solche archaischen, religiös begründeten Anklagen bleiben ein bevorzugtes Instrument zur Kriminalisierung politischer Opposition und zur Gewährleistung, dass jugendlicher Widerstand mit der letztendlichen Endgültigkeit beantwortet wird.
Der Staat sorgt dafür, dass diese Lektionen für die unruhige Öffentlichkeit gut sichtbar sind. Zwei weitere Männer, die während der Proteste festgenommen wurden, Abolfazl Sepahi Badjani und Amirhossein Safari Hosseinabadi, wurden kürzlich auf einem öffentlichen Platz in Isfahan gehängt. Indem sie Stadtplätze in Hinrichtungsstätten verwandeln, sendet die iranische Führung eine unmissverständliche Botschaft an ihre Bevölkerung. Der Anstieg der Hinrichtungen ist weniger ein Spiegelbild steigender Kriminalität als vielmehr eine kalkulierte Strategie des Staatsterrors, die darauf abzielt, die Einhaltung zu erzwingen. Während internationale Beobachter den Zusammenbruch fairer Gerichtsverfahren dokumentieren, betrachtet das Regime in Teheran diese gerichtliche Beschleunigung nicht als Versagen des Systems, sondern als dessen beabsichtigte Funktion.
Geschrieben von Sandy van Dongen sandy.vandongen@alpineweekly.com
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