Chemietank in Verpackungsanlage im US-Bundesstaat Washington explodiert – Ein Toter, neun Vermisste

Tank mit über 3,4 Millionen Litern Weißlauge explodiert in Longview; neun Verletzte, darunter ein Feuerwehrmann, die Nationalgarde in Alarmbereitschaft versetzt.

Ein Chemietank mit über 3,4 Millionen Litern Flüssigkeit ist in einem Verpackungsunternehmen im Nordwesten der Vereinigten Staaten explodiert. Mindestens eine Person ist tot. Neun Angestellte werden nach dem Vorfall vom Dienstag in der kleinen Stadt Longview weiterhin vermisst, so die Angaben der Feuerwehr. Neun weitere wurden verletzt, darunter ein Feuerwehrmann. Mehrere der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand.

Die Anlage stellt Kartonbehälter für Flüssigkeiten her. Der explodierte Tank enthielt Weißlauge, eine ätzende Chemikalie, die in industriellen Prozessen verwendet wird. Feuerwehrleute erklärten, dass die Aufräum- und Bergungsarbeiten weiterhin gefährlich seien. Der Tank, der noch Flüssigkeit enthält, droht einzustürzen. Die Anwohner in der Umgebung werden derzeit nicht als direkt gefährdet angesehen.

Der Gouverneur des Staates Washington, Bob Ferguson, drückte den Betroffenen sein Beileid aus. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X schrieb Ferguson, seine Gedanken seien bei den Arbeitern, ihren Familien und den Ersthelfern. Teams der Umweltschutzbehörde und der Arbeitssicherheitsbehörde sind vor Ort. Die Nationalgarde wurde ebenfalls in Alarmbereitschaft versetzt.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem separaten Chemieunfall in Südkalifornien, wo die Gefahr einer Explosion eines Tanks mit einer hochentzündlichen Chemikalie Zehntausende von Bewohnern zur Evakuierung ihrer Häuser zwang. Fast alle Evakuierten durften inzwischen zurückkehren, doch die Feuerwehr hat noch keine vollständige Entwarnung gegeben.

In Longview werden derzeit neun Menschen vermisst, eine Person ist bestätigt tot, und ein riesiger Tank mit ätzender Flüssigkeit droht einzustürzen. Die Nationalgarde wartet. Der Gouverneur beobachtet. Und die Familien warten auf Nachrichten, die möglicherweise nicht kommen werden.